Mataego

Photography, 2014

Jede Sprache verfügt über Ausdrücke, die sich in keiner anderen Sprache finden, und dennoch kennen wir das, was diese Ausdrücke bezeichnen – auch ohne ein Wort dafür zu haben.

Der Titel des großformatigen Bildes, „Mataego”, ist genau solch ein Ausdruck.

Er stammt aus dem Rapanui, ein auf den Osterinseln gesprochener polynesischer Dialekt. „Mataego” bedeutet: „Augen, die zeigen, dass jemand gerade geweint hat“.

Wir sehen einen nackten Augenblick der Trauer, der Verzweiflung, der Katharsis, überlebensgroß. Ein Bild, das keiner von sich selbst hat. Und ein Bild das man nicht wagt zu machen – statt die Person zu trösten: Sado-Masochismus des fotografischen Blicks.

Sehen wir in diesem Bild eine junge Frau, die mit dem Wichtigsten in ihrem Leben ringt? Charakterisiert das den Lebenshöhepunkt einer Person am besten? Wie sie das tut?

Portrait of  Valerie Pachner

 

Michael Pfitzner Mataego Valerie Pachner 2014 - 1
Lambda auf Alu-Dibond / 150cm x 125cm

Michael Pfitzner Mataego Valerie Pachner 2014 - 2